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November 24

Bist du ein Opfer?

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Wahrscheinlich verneinst du diese Frage und wunderst dich, welche seltsame Überschrift ich gewählt habe. Im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen wir unter Opfer Menschen, denen Leid zugestoßen ist und denen schlimme Dinge widerfahren sind.

Doch es gibt noch eine andere Form des Opferseins. Wir machen uns selbst zum Opfer und bemerken es noch nicht einmal!

Als Kinder sind wir von unseren Eltern oder anderen Erziehungspersonen abhängig. Wir sind noch nicht in der Lage für unsere eigenen Bedürfnisse zu sorgen. Recht früh lernen wir, dass wir nicht immer das bekommen, was wir wollen. Wir machen Fehler. Wir werden gezwungen zu essen, in die Schule zu gehen, Hausaufgaben zu machen oder uns zu rechtfertigen, wenn wir etwas falsch gemacht haben. All das ist nötig und wichtig und unsere Erziehungspersonen haben meistens eine positive Absicht, um uns zu ‚erziehen‘. Doch wie der Begriff ‚erziehen‘ impliziert, wird an uns herumgezogen. Ob wir wollen oder nicht. So lernen wir, die Werte und Vorstellungen einer Gesellschaft und wie wir uns anzupassen und zu integrieren haben. Und genau hier wird der Keim für eine Opfermentalität gelegt. Ob dieser Keim wächst, ist von mehreren Faktoren abhängig, besonders ob wir uns selbst zum Opfer machen. Wenn wir mit einer Opfermentalität durchs Leben gehen, werden wir ausreichend Beispiele finden, die unsere Sichtweise bestätigt und verstärkt.

Wenn wir uns selbst zum Opfer machen, dann sind wir davon überzeugt, dass uns etwas von außen angetan wird. Wir erkennen nicht, wie wir durch unser Denken und Verhalten dazu beitragen und Gelegenheiten schaffen, die unser Weltbild bestätigt. Wir schauen morgens auf unser Handy und werden über Social Media, Youtube und verschiedenen Nachrichtenportalen mit Schreckensmeldungen aus der ganzen Welt bombardiert. Politiker treffen Entscheidungen, die sich auf unser Leben auswirken und die wir oftmals nicht nachvollziehen können oder wollen. Es fühlt sich wieder so, als wären wir hilflose Kinder.

Wir erzählen uns selbst Geschichten über unser Leben, die den Zweck erfüllen unsere Situation vor anderen zu erklären. Es liegt einfach nicht an uns, dass wir ein bestimmtes Ziel nicht erreichen, schließlich wurden wir als Kind nicht gelobt. Oder wir können nichts dafür, dass wir nicht genug Geld haben, die Reichen nutzen unsere Arbeitskraft aus und geben nicht genug ab. Klingt alles logisch und erfüllt einen bestimmten Zweck. Wir schützen damit unser Selbstbild, indem wir andere beschuldigen oder verantwortlich machen für unsere Situation. Dabei bemerken wir nicht, wie wir durch unser Denken und unseren Fokus alles dafür tun, um unser Selbstbild zu bestätigen. Wenn ich glaube, dass die Welt böse ist, werde ich genug Beweise dafür finden.

Welche Geschichte erzählst du dir und anderen immer wieder? Welchen Nutzen hat sie für dich? Und wäre es für dich und dein Leben vielleicht dienlicher diese Geschichte loszulassen?

Versteh mich bitte nicht falsch. Es geht nicht darum etwas zu verharmlosen. Wenn dir Gewalt angetan wurde, dann ist dir Unrecht widerfahren und diesen Schmerz gilt es zuzulassen und anzuerkennen. Und gleichzeitig entscheidest du, ob das, was dir angetan wurde, dein weiteres Leben bestimmen soll. Denn dann, wird dir jedes Mal erneut Gewalt angetan!

Über den Autor

Lutz Schmidt

Autor, Coach & Trainer

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